BMWi startet Pilotprogramm Einsparzähler

erschienen am 10. Juni 2016

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert Unternehmen, die sich mit neuartigen Energiedienstleistungen und Geschäftsmodellen auf Basis digitaler Messgeräte beschäftigen, mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 25 bis zu 50 %; max. 1 Mio. € Zuschuss. Ziel der Förderung ist es, den Trend zur Digitalisierung auch für Energieeffizienz nutzbar zu machen.

Wie schon in unserem Newsletter vom 01.06.2016 beschrieben, hat das BMWi mehrere neue Förderprogramme zur Steigerung der Energieeffizienz aufgelegt. Mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler“ werden Unternehmen und Unternehmenskonsortien unterstützt, die sich mit neuartigen Energiedienstleistungen und Geschäftsmodellen auf Basis digitaler Messgeräte beschäftigen. Bei den Endkunden sollen durch die Pilotprojekte Energieeinsparungen (Strom, Gas, Wärme, Kälte) kontinuierlich gemessen, für den Verbraucher sichtbar gemacht und nachweisbar quantifiziert werden.

Die Pilotprojekte müssen folgenden Anforderungen genügen:

  1. Ermittlung der sog. „Baseline“
  2. Sicherstellung einer belastbaren Messmethodik und Systemgrenze
  3. Geräteerkennung
  4. Individualisierte Nutzer-Information
  5. Erfolgskontrolle
  6. IT-Sicherheit und Datenschutz

Gefördert werden folgende Kosten:

  • Kosten für die anfallenden Hard- und Softwareentwicklungen sowie die dafür kontinuierlich zu liefernden Inhalte
  • Kosten für Investition und Installation notwendiger Messtechnik (sofern nicht ordnungsrechtlich vorgeschrieben)
  • Kosten für die Weiterentwicklung des Einsparzählers inkl. Steigerung der Funktionsfähigkeit und Anpassungen

Es wird ein Zuschuss von bis zu 25 % der förderfähigen Kosten bewilligt, max. 1 Mio. €. Der Fördersatz kann sich erhöhen:

  • wenn der Antragsteller ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) ist oder ein KMU im Konsortium beteiligt ist:  + 10%
  • wenn der Antragsteller z.B. seine Ergebnisse der Allgemeinheit als Open-Source-Produkt zur Verfügung stellt: + 15%

Zusätzlich ist eine Förderung der Projektvermarktung möglich. Dazu können Kosten bis zu 200.000 € für die Verbesserung der Projektvermarktung, Information und Kundenakquise über einen Zeitraum von 3 Jahren berücksichtigt werden. Der Fördersatz liegt bei 80%.

Weitere Informationen über das Pilotprogramm finden Sie in der Richtlinie des BMWi hier.

Haben Sie Fragen zu diesem Förderprogramm? Dann freut sich Frau Anke Niebuhr unter (030) 893 601 – 27 auf Ihren Anruf.

Ihr Team der A.U.B. AG