Förderung internationaler Kooperationsprojekte – neue Frist im Programm IraSME veröffentlicht

erschienen am 24. Juni 2016

Im Förderprogramm IraSME werden transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und ggf. Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern Europas gefördert. Die Förderung richtet sich dabei nach den Regelungen der entsprechenden nationalen bzw. regionalen Förderprogramme, in Deutschland ist dies das ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand). Unternehmen hierzulande werden mit einem Zuschuss von max. 209.000 € pro Vorhaben gefördert. Anträge müssen bis spätestens 28.09.2016 eingereicht werden.

Internationale Kooperation

Seit 2005 werden im Rahmen von IraSME transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch internationale Kooperationen zu erhöhen. Bedingung: es muss sich um konkrete FuE-Aktivitäten mit einhergehenden technischen Risiken handeln und es müssen mindestens 2 KMU aus 2 verschiedenen teilnehmenden Ländern zusammenarbeiten. Im Gegensatz zu EU-Förderprogrammen wie „Horizont 2020“ ist IraSME themen- und technologieoffen.

Am IraSME-Netzwerk sind verschiedene Länder Europas beteiligt. Dazu gehören neben Deutschland aktuell:

  • Österreich,
  • die Tschechische Republik,
  • Russland,
  • die französische Region Hauts-de-France sowie
  • die belgischen Regionen Wallonien und Flandern.

Nationale Grundlage

Die Förderung antragstellender kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und Forschungseinrichtungen erfolgt durch die jeweiligen nationalen Ministerien und Förderagenturen auf Grundlage von deren Richtlinien. Für KMU und Forschungseinrichtungen aus Deutschland ist die Richtlinie ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) maßgebend.

Nach der ZIM-Richtlinie wird KMU bei Kooperation mit ausländischen Partnern eine um 10%-Punkte höhere Förderung gewährt. Die maximale Förderquote liegt bei 55%. Bei maximal förderfähigen Projektkosten von 380.000 € bedeutet dies max. 209.000 € Zuschuss. Die förderfähigen Projektkosten beinhalten bei ZIM Personalkosten, den Zuschlag für übrige Kosten (pauschal 100% bezogen auf die Personalkosten) sowie Aufträge an Dritte. In Ergänzung dessen können KMU einen Zuschuss zur Unterstützung der Markteinführung des entwickelten Produktes beantragen. Hier werden maximal 25.000 € (50%) Zuschuss gewährt.

Tipp: die Förderung von Kooperationsprojekten mit ausländischen Partnern (Unternehmen und Forschungseinrichtungen) – egal aus welchem Land – ist im Rahmen des ZIM jederzeit möglich. Eine Förderung erfolgt allerdings nur für den/die deutschen Partner. Für ZIM-Anträge gelten keine Bewerbungsfristen, sie können jederzeit gestellt werden. Im Rahmen von IraSME können alle beteiligten KMU und Forschungseinrichtungen eine Förderung auf Grundlage der jeweiligen nationalen Regelungen erhalten.

Frist

Pro Jahr gibt es 2 Ausschreibungsrunden bei IraSME. Anträge für die 18. Ausschreibung müssen bis spätestens 28.09.2016, 12 Uhr mittags eingereicht sein. Verspätet eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt.

Detaillierte Informationen zu IraSME finden Sie unter IraSME.

Haben Sie Fragen zu diesem Förderprogramm? Dann freut sich Herr Stefan Baden unter (030) 893 601 – 27 auf Ihren Anruf.

Ihr Team der A.U.B. AG