Neue BMBF-Bekanntmachung im Programm “Forschung für die zivile Sicherheit”

erschienen am 13. Mai 2016

Im Rahmen der neu veröffentlichten Richtlinie „Anwender – Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit” fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Verbundvorhaben von Anwendern mit Unternehmen und/oder Forschungseinrichtungen im Bereich der zivilen Sicherheit. Beabsichtigen Sie ein Projekt, mit dem der Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen (z.B. Katastrophen, Kriminalität, Gefahrstoffen) verbessert werden kann? Dann sollten Sie sich um eine Förderung bewerben! Diese erfolgt bei Unternehmen als nicht-rückzahlbarer Zuschuss mit bis zu 50 % der förderfähigen Kosten.

Gefördert werden Anwender initiierte und koordinierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind und dazu beitragen, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Die Ergebnisse sollen zielgerichtet den Bedarfen der Anwender entsprechen und deren Handlungsfähigkeiten verbessern. Potentielle Anwender sind:

  • Behörden und deren Forschungseinrichtungen,
  • Einrichtungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS),
  • Kommunen, Gebietskörperschaften,
  • Betreiber kritischer Infrastrukturen (Verkehr, Versorgung usw.),
  • Sicherheitsdienstleister und vergleichbare Unternehmen der privaten Sicherheitswirtschaft.

Beispielhaft sind folgende Themen förderfähig:

  • Schutz und Rettung von Menschen, nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr, Katastrophenschutz,
  • Kriminalitätsprävention, polizeiliche Gefahrenabwehr,
  • Schutz kritischer Infrastrukturen, Versorgungssicherheit,
  • Schutz vor Terrorismus,
  • Detektion von Gefahrstoffen,
  • Übergreifende Themen, wie etwa innovative Sicherheitsdienstleistungen, Organisationskonzepte, Modelle zur Aus-, Fort- und Weiterbildung und Migration.

Die Idee des Anwenders soll gemeinsam mit max. 2 Partnern aus der Forschung und/oder Industrie erforscht werden.

Antragsberechtigt sind neben den o.g. Anwendern:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen),
  • Hochschulen,
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses (ohne Höchstgrenze) mit folgenden Fördersätzen:

  • für Unternehmen i.d.R. bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Kosten
  • für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Die zuwendungsfähigen Kosten beinhalten z.B. Personalkosten, Gemeinkosten (pauschal), Fremdleistungen, Reise- und Materialkosten.

In einer ersten Stufe müssen Projektskizzen beim Projektträger VDI-Technologiezentrum GmbH bis spätestens 30.07.2016 (erster Bewertungsstichtag) eingereicht werden. Auf deren Grundlage wird über die Aufforderung zur Antragstellung entschieden. Weitere Bewertungsstichtage folgen erst im Jahr 2017.

Den vollständigen Text der Bekanntmachung des BMBF finden Sie hier.

Haben Sie Fragen zu diesem Förderprogramm? Dann freut sich Herr Stefan Baden unter (030) 893 601 – 27 auf Ihren Anruf.

Ihr Team der A.U.B. AG