Neues Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)

erschienen am 12. August 2019

Neue Innovationsaktivitäten werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit bis zu 300.000 € unterstützt. Neben der Förderung von technikorientierter Forschung wird nun mit diesem Programm der Fokus auf nichttechnische Innovationen gelegt. Dafür stellt das BMWi ein Gesamtbudget von 25 Mio. € bereit.

Was wird gefördert?

Im IGP werden folgende Projektformen gefördert:

  1. Frühphase/Machbarkeit: Innovative Frühphase mit dem Charakter von Machbarkeitstests als Einzel- oder Kooperationsprojekte
  2. Ausreifung/Marktpilotierung: Ausreifung von Innovationen durch Markttests und Pilotierung am Markt als Einzel- und Kooperationsprojekte
  3. Netzwerke: Innovationsnetzwerke aus mindestens fünf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die durch eine Netzwerkmanagementeinrichtung unterstützt werden und im gegenseitigen Austausch Innovationsthemen erarbeiten, Ideen entwickeln und Innovationen umsetzen. Die Förderung umfasst die Phasen: 1. Erarbeitung einer vertieften Innovations-Roadmap und 2. Umsetzung.

Wer wird gefördert?

Zu 1.) KMU mit Sitz in Deutschland (einschließlich Freie Berufe, Handwerker u.a. Selbständige)

Zu 2.) KMU mit Sitz in Deutschland (einschließlich Freie Berufe) sowie deren kooperierende nicht wirtschaftlich tätige deutsche Forschungseinrichtungen

Zu 3.) Einrichtungen für das Management von Kooperationsnetzwerken

Wesentliche Voraussetzung für die Förderung ist die Neuartigkeit der Problemlösung, z.B. durch ein noch nicht existierendes Servicekonzept oder Geschäftsmodell. Auch im internationalen Vergleich muss es sich um eine Neuheit handeln. Des Weiteren muss das Projekt ohne Förderung gar nicht oder nur mit Zeitverzögerung und mit deutlich geringerem Umfang umsetzbar sein.

Wie und in welcher Höhe wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

  • In den Projektformen 1. und 2. erhalten Zuwendungsempfänger zwischen 45% und 70% der förderfähigen Kosten als Zuschuss.
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen in der 2. Projektform erhalten bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben.
  • In Projektform 3 werden in Phase 1 90% und in Phase 2 je nach Unternehmensgröße 50%, 65% oder 80% der förderfähigen Kosten als Zuschuss gewährt.

Die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt:

  • Projektform 1: bis zu 70.000 €
  • Projektform 2: bis zu 300.000 €
  • Projektform 3: max. 300.000 €, davon Phase 1 max. 100.000 € und Phase 2 max. 200.000 €

Die förderfähigen Kosten umfassen v.a. Personal, projektbezogene Aufträge an Dritte und pauschal übrige Kosten.

Prozedere und Fristen

Die Richtlinie tritt am 1. Oktober 2019 in Kraft und endet am 30. September 2023.

Im ersten Förderaufruf 2019 soll der Fokus auf datengetriebene und digitale Lösungen und Geschäftsmodelle liegen. Ein zweiter Aufruf, geplant für 2020, soll besonders auf kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen abzielen. Nach Veröffentlichung der Förderaufrufe können Anträge auf Förderung gestellt werden.

Haben Sie Fragen zu diesem Förderprogramm? Dann freuen wir uns unter (030) 893 601 – 27 auf Ihren Anruf.

Ihr Team der A.U.B. AG